Woher hat die Rasse ihren Namen?

Die Parson Russell Terrier haben ihren Namen von  ihrem bekanntesten Züchter Reverend John Russell (Spitzname Jack), der 1795-1883 lebte und um 1815 damit begann diese wunderbare Rasse zu züchten.  Die Stammmutter war eine kleine weiße Hündin namens TRUMP, deren Aussehen schon sehr viel Ähnlichkeit mit den heutigen Parson Russell Terriern hatte.

Welcher ist der wahre Parson / Jack Russell Terrier?

Es stimmt nicht, dass nur der glatthaarige der richtige Jack Russell ist oder nur ein dreifarbiger Hund ein richtiger Parson Russell Terrier ist. Die Russell Terrier zeichnet eine große Typenvielfalt aus: So gibt es sie sowohl in schwarz-weiß, braun-weiß und in tricolor. Das Fell kann glatt rau oder stockhaarig sein und auch die Größe kann zwischen 25,4cm bis 38,1 cm variieren. Wobei hier auch das Gesamtbild passen muss, das heißt Abweichungen nach unten und oben sind durchaus erlaubt.

Was ist eigentlich der „Reiter Jackie“?

Er hat mit dem Rassestandard des Parson Russell Terriers eher wenig gemeinsam. (Nicht böse gemeint) So kennen wir ihn mit eher rundlicher Figur, mit krummen Vorderbeinen, kunterbuntem Fell und oft etwas zu groß geratenen Ohren. 

Warum sollte der Parson Russell Terrier überwiegend weiß sein?

Ursprünglich für die Jagd, als Arbeitsterrier gezüchtet, war es wichtig dass sich der Hund deutlich von der Farbe der Beute unterscheidet, damit es nicht zu Verwechslungen mit dem Wild und dadurch zu tragischen Unfällen kommt.

Wie passt das denn - Wasserratte aber keinen Bock auf Regen?

Eine Charaktereigenschaft,  die den PRT auszeichnet,  ist seine Willensstärke. So hat er genaue Vorstellungen davon was er tun möchte und was eben nicht. So kann es sein, dass der gleiche Hund Mittags seinem Ball im Weiher nachjagt und überglücklich schwimmt und am Abend zur Gassi Runde gezwungen werden muss, wenn es regnet. Gibt es normalerweise kein Halten mehr, wird die Leine in die Hand genommen, erntet man dann sträfliche, unverständliche Blicke, welcher Unmensch bei diesem Wetter raus möchte und den armen Hund sogar zwingt mitzukommen. 

Zu wem passt ein Parson Russell Terrier?

Passt er nur zu einem Jäger? Ist er doch als Arbeitsterrier gezüchtet worden. Oder muss er zwingend zu einem Hundesportler? Wie sieht es als Familien- oder gar als Anfängerhund aus? Lebhaft, selbstbewusst, intelligent und ausdauernd…. Daran kann man schon erkennen, dass ein PRT als dauerhafter Stubenhocker, der zweimal am Tag eine Runde um den Block gehen darf nicht glücklich wird. Dennoch eignet er sich  für alle vorgenannte Personengruppen. Er kann auch als Familienhund glücklich sein, wenn man ihm die Möglichkeit gibt seine Eigenschaften auszuleben. Hier gibt es viele Möglichkeiten, die das Terrierherz höher schlagen lassen: Suchspiele, Kunststücke lernen, Ballspiele….alles was seine Neugier und Intelligenz herausfordert liebt er. Ein ausgelasteter, artgerecht gehaltener, gut geprägter und erzogener Hund ist ein idealer Familienhund. Es wird auch kein Hund als Anfängerhund geboren, ist man aber bereit sich auf seinen Welpen einzulassen und ihn gemäß seinen Talenten zu fördern und ihn zu erziehen steht einem glücklichen Zusammenleben nichts im Weg. Es gibt viele Angebote von Welpen- oder Hundeschulen oder Hundesportvereinen in denen man vieles gemeinsam lernen kann und auch immer in Kontakt mit anderen Hundemenschen kommt, die einem gerne mit Rat und Tat und zum Erfahrungsaustausch zur Verfügung stehen.